eSIM-fähige Handys: Liste 2026 für iPhone, Samsung & Pixel
Welche Smartphones unterstützen eSIM? Unsere Liste mit iPhone, Samsung, Google Pixel und weiteren Marken – und wie du in einer Minute selbst prüfst, ob es klappt.
Bevor du eine Reise-eSIM kaufst, solltest du eine Frage klären: Unterstützt dein Smartphone überhaupt eSIM? Die gute Nachricht: Fast alle iPhones der letzten Jahre und die meisten Mittel- und Oberklasse-Androids können es. Bei günstigen Modellen und bei Geräten aus bestimmten Ländern gibt es aber Ausnahmen. Hier findest du die wichtigsten Modelle und eine schnelle Anleitung zum Selbsttest.
Der schnellste Test: EID prüfen
Jedes eSIM-fähige Gerät hat eine eindeutige EID (eUICC Identifier), eine 32-stellige Nummer. Findest du sie, unterstützt dein Handy eSIM.
- Für alle Geräte: Öffne die Telefon-App und wähle *#06#. Neben IMEI und Seriennummer wird bei eSIM-fähigen Geräten auch die EID angezeigt.
- iPhone: Einstellungen → Allgemein → Info. Scrolle nach unten; steht dort „EID“, bist du startklar.
- Samsung: Einstellungen → Telefoninfo → Status (oder „Statusinformationen“) → EID.
- Google Pixel: Einstellungen → Über das Telefon → SIM-Status oder direkt „EID“.
Zusätzlich lohnt ein Blick in die SIM-Einstellungen: Gibt es eine Option wie „eSIM hinzufügen“ oder „Mobilfunktarif hinzufügen“, ist die Funktion vorhanden.
Wichtig: SIM-Lock ausschließen
Auch ein eSIM-fähiges Handy kann gesperrt sein, wenn es mit Netlock an einen Anbieter gebunden ist. In Deutschland ist das selten, bei Geräten aus den USA oder von Prepaid-Anbietern aber häufig. Auf dem iPhone findest du unter Einstellungen → Allgemein → Info den Eintrag „Netzbetreibersperre“. Steht dort „Keine SIM-Beschränkungen“, ist alles gut. Bei Android hilft der Test mit einer fremden SIM oder eine Anfrage beim Anbieter.
iPhone: Diese Modelle unterstützen eSIM
Apple hat eSIM 2018 eingeführt. Seitdem ist sie in jedem neuen iPhone dabei:
- iPhone XS, XS Max und XR
- iPhone 11, 11 Pro, 11 Pro Max
- iPhone SE (2. und 3. Generation)
- iPhone 12, 12 mini, 12 Pro, 12 Pro Max
- iPhone 13, 13 mini, 13 Pro, 13 Pro Max
- iPhone 14, 14 Plus, 14 Pro, 14 Pro Max
- iPhone 15, 15 Plus, 15 Pro, 15 Pro Max
- iPhone 16, 16 Plus, 16 Pro, 16 Pro Max und iPhone 16e (2025)
- iPhone 17, iPhone Air, 17 Pro, 17 Pro Max (2025) sowie iPhone 17e (2026)
Ab dem iPhone 13 kannst du sogar zwei eSIMs gleichzeitig aktiv nutzen. Das iPhone Air und die US-Modelle ab iPhone 14 haben gar keinen SIM-Schacht mehr – sie funktionieren ausschließlich mit eSIM. Für Reise-eSIMs ist das ideal. Achtung bei iPhones aus Festlandchina, Hongkong und Macau: Viele dieser Modelle haben zwei physische SIM-Schächte statt eSIM.
Samsung Galaxy: eSIM-fähige Modelle
Bei Samsung unterstützen vor allem die Oberklasse und Foldables eSIM, inzwischen aber auch einige Mittelklasse-Modelle:
- Galaxy S: S20, S20+, S20 Ultra, S21-Serie, S22-Serie, S23-Serie (inkl. S23 FE), S24-Serie (inkl. S24 FE), S25, S25+, S25 Ultra, S25 Edge, S25 FE sowie die S26-Serie
- Galaxy Z: Fold, Z Fold2 bis Z Fold7, Z Flip bis Z Flip7 (inkl. Flip7 FE)
- Galaxy Note: Note20 und Note20 Ultra
- Galaxy A (Auswahl): A35, A36, A54, A55, A56 sowie weitere neuere Modelle – hier hängt die eSIM-Unterstützung stark von Region und Modellnummer ab
Bei Samsung gilt: Varianten für bestimmte Länder (zum Beispiel einige Modelle aus China oder Hongkong) können ohne eSIM ausgeliefert werden. Bei der A-Serie solltest du immer die EID prüfen, bevor du kaufst.
Google Pixel: eSIM-fähige Modelle
Google gehört zu den eSIM-Pionieren. Unterstützt werden:
- Pixel 3, 3 XL, 3a, 3a XL (ausgenommen bestimmte Modelle aus Japan und von einigen US-Anbietern)
- Pixel 4, 4 XL, 4a, 4a 5G, 5, 5a
- Pixel 6, 6 Pro, 6a, 7, 7 Pro, 7a, Pixel Fold
- Pixel 8, 8 Pro, 8a
- Pixel 9, 9 Pro, 9 Pro XL, 9 Pro Fold, 9a
- Pixel 10, 10 Pro, 10 Pro XL, 10 Pro Fold und Pixel 10a
Ab dem Pixel 7 lassen sich mehrere eSIM-Profile gespeichert halten; je nach Modell sind auch zwei eSIMs gleichzeitig aktiv.
Weitere Marken mit eSIM
- Apple iPad: alle aktuellen iPad-, iPad-Air-, iPad-mini- und iPad-Pro-Modelle mit Wi-Fi + Cellular
- Xiaomi: u. a. Xiaomi 12T Pro, 13, 13 Pro, 13T, 14, 14T, 15 und neuere Top-Modelle; bei Redmi nur einzelne Geräte
- OnePlus: u. a. OnePlus 11, 12, 13 und neuer (abhängig von der Region)
- Motorola: Razr-Modelle sowie viele Edge-Geräte der letzten Jahre
- Oppo, Honor, Huawei, Sony, Nothing, Fairphone: ausgewählte Modelle, etwa Fairphone 4 und 5, Sony Xperia 1 und 10 ab Generation IV, Nothing Phone (3)
Weil Hersteller die Unterstützung je nach Markt unterschiedlich umsetzen, ist die EID-Prüfung per *#06# immer die verlässlichste Methode.
Gebrauchtes oder importiertes Handy? Darauf achten
Gerade bei Geräten aus zweiter Hand oder aus dem Ausland lohnt ein genauerer Blick:
- Modellnummer prüfen: Hersteller verkaufen dasselbe Smartphone teils in mehreren Varianten. Die Modellnummer findest du in den Einstellungen unter „Info“ bzw. „Telefoninfo“. Mit ihr lässt sich auf der Herstellerseite nachsehen, ob die konkrete Variante eSIM unterstützt.
- US-Geräte: Smartphones aus den USA sind häufig an einen Anbieter gebunden. Ein entsperrtes US-iPhone ab Modell 14 funktioniert dagegen problemlos – es hat ohnehin nur eSIM.
- Geräte aus China: Viele Modelle für den chinesischen Markt verzichten auf eSIM und haben stattdessen zwei SIM-Schächte. Für Reisen nach China mit einer Reise-eSIM brauchst du also ein internationales Modell.
- Refurbished-Geräte: Seriöse Händler geben an, ob das Gerät ohne SIM-Lock verkauft wird. Frag im Zweifel nach.
- Software-Stand: Ein aktuelles Betriebssystem ist wichtig, denn einige Funktionen wie die Direktinstallation per Link kamen erst mit neueren Updates.
Wie viele eSIMs passen auf ein Smartphone?
Auf dem eSIM-Chip lassen sich mehrere Profile speichern. Bei iPhones und aktuellen Android-Geräten sind es meist acht oder mehr. Aktiv sein können in der Regel zwei Leitungen gleichzeitig – etwa deine deutsche Nummer und die Reise-eSIM. Inaktive Profile kannst du für spätere Reisen auf dem Gerät lassen und bei Bedarf wieder einschalten. Viele Anbieter laden dann einfach neues Datenvolumen auf dasselbe Profil.
Mein Handy unterstützt keine eSIM – was nun?
Dann hast du zwei Möglichkeiten: Du kaufst vor Ort eine physische Prepaid-SIM (in vielen Ländern mit Passregistrierung) oder nutzt einen mobilen WLAN-Router. Innerhalb der EU ist oft auch das normale Roaming deines Vertrags eine gute Lösung – mehr dazu in unserem Ratgeber eSIM vs. Roaming.
Ist dein Gerät kompatibel, kannst du direkt loslegen: Wähle dein Reiseziel, zum Beispiel Japan, USA oder Europa, und folge danach unserer Anleitung für iPhone oder Android.
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, ob mein Handy eSIM unterstützt?
Wähle in der Telefon-App *#06#. Wird eine EID angezeigt, ist dein Gerät eSIM-fähig. Alternativ findest du die EID in den Einstellungen unter „Info“ bzw. „Telefoninfo“.
Unterstützt jedes iPhone eSIM?
Alle iPhones ab XS, XR und SE (2. Generation) unterstützen eSIM. Ausnahmen sind viele Modelle aus Festlandchina, Hongkong und Macau, die stattdessen zwei physische SIM-Schächte haben.
Was bedeutet SIM-Lock und warum ist er wichtig?
Ein SIM-Lock (Netlock) bindet das Handy an einen bestimmten Anbieter. Dann lassen sich keine fremden eSIMs nutzen, auch wenn das Gerät technisch eSIM-fähig ist. Prüfe die Sperre vor dem Kauf.
Wie viele eSIMs kann ich auf einem Handy speichern?
Das hängt vom Gerät ab. iPhones und aktuelle Androids speichern meist acht oder mehr Profile. Gleichzeitig aktiv sind in der Regel zwei Leitungen.
Kann ich eine eSIM auf ein neues Handy übertragen?
Bei Vertrags-eSIMs geht das meist über die Schnellübertragung oder den Anbieter. Reise-eSIMs lassen sich oft nicht übertragen – installiere sie am besten erst auf dem Gerät, das du auf der Reise nutzt.